Es geht in die nächste Phase

Für den Neubau der Wiesenfesthalle in Eisleben geht es jetzt an die Feinplanung. „Wir haben dem Architekturbüro den Auftrag für die Leistungsphasen eins bis drei erteilt“, sagte Siegmund Michalski, Leiter des kommunalen Eigenbetriebs Märkte, auf MZ-Anfrage. Dabei geht es zunächst um die Grundlagenermittlung sowie die Vor- und die Entwurfsplanung. Auch die Baukosten werden genau berechnet. „Bisher ist das immer nur eine Schätzung gewesen“, so Michalski. Er erwarte aber nicht, dass es erhebliche Steigerungen geben werde. „Unser Kostenrahmen steht fest. Das haben ja auch die Architekten von Anfang an gewusst. Wenn es plötzlich viel teurer werden würde, können wir eben nicht bauen.“ In das Vorhaben sollen rund 2,5 Millionen Euro investiert werden - 400 000 Euro eigene Mittel des Eigenbetriebs und 2,1 Millionen Euro als Kredit.
Eigentlich wollten die Stadt und der Eigenbetrieb schon etwas weiter mit der Planung und der Auftragsvergabe sein. „Wir mussten erst noch die Prüfung des ersten Nachtrages zum Wirtschaftsplan durch die Kommunalaufsicht des Landkreises abwarten“, so Michalski. Mittlerweile liegt die Genehmigung der Kommunalaufsicht vor, auch der Stadtrat hat den Festlegungen zugestimmt.
„Die Verzögerung ist nicht problematisch“, so der Eigenbetriebs-Leiter, der der Kommunalaufsicht auch keinen Vorwurf machen will. So ein Verwaltungsverfahren benötige einfach eine gewisse Zeit. Ebenso wie es für die weiteren Planungs- und Genehmigungsschritte bestimmte Fristen gebe. „Das Wichtigste ist: Die Finanzen müssen stimmen.“ Allerdings werde die neue Festhalle nicht - wie ursprünglich gedacht - zum Sachsen-Anhalt-Tag im Juni kommenden Jahres eingeweiht werden können. „Das ist nicht realistisch“, so Michalski. Er sehe den Wiesenmarkt 2017 als Einweihungs-Termin. Mit dem ersten Spatenstich rechne er im Herbst dieses Jahres.
Die Festhalle wird nach einem Entwurf des Dresdner Büros G.N.b.H. Architekten Grill und Neumann Partnerschaft gebaut, die im November vergangenen Jahres einen Gestaltungswettbewerb gewonnen hatten. Die Halle, die mehr als 1 000 Sitzplätze bieten wird, soll zum einen für die Frühlingswiese und den Wiesenmarkt genutzt werden. Zum anderen soll sie für Veranstaltungen, Konzerte und private Feiern vermietet werden. Neben einem großen wird es auch einen kleinen Saal geben. Der Eigenbetrieb plant pro Jahr 102 000 Euro Erlöse aus der Vermietung ein. Die bislang genutzten Festzelte werden für rund 40 000 Euro pro Jahr angemietet. (mz)

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